600 Meter lang, 50 Meter breit - das ist die Sandbank mitten im Pazifik, auf der Moderatorin & Fashionbloggerin Anna Noé Erholung sucht: Auf Veligandu (Malediven). Im Moderatoren-Magazin gibt es zum neidisch werden und mitträumen in den nächsten Tagen Annas exklusives Urlaubstagebuch:

Hallo Ihr Lieben! Der Weg ins Paradies war hart und lang: 10,5 Stunden Flug von Frankfurt nach Colombo. Eigentlich ist Fliegen eine super Sache, wo sonst kann man 4 Filme hintereinander gucken und wird dabei mit lecker Essen und Trinken versorgt? Leider war wohl mein Chicken-Curry nicht mehr so ganz frisch...und der Flug damit für mich buchstäblich zum Kotzen! (Details erspare ich Euch, nur soviel: gut, dass es die Sickness Bag gibt, denn manchmal ist sogar der Weg zur Toilette zu weit...)

Endlich in Colombo angekommen, ging es dann mit einer anderen Maschine weiter nach Malé, der Hauptstadt der Malediven. Von dort aus - standesgemäß - mit dem Air Taxi in 15 Minuten nach Veligandu. "Maruhabaa" hieß es dort freundlich, "Willkommen" auf Dhivehi, der Landessprache. Zur Stärkung gab es einen erfrischenden Cocktail, ganz klassisch mit Schirmchen und Kirsche. Waaaahnsinnn, wie schnell eine Lebensmittelvergiftung vergessen sein kann!

 

Mit dem Begrüßungscocktail in der Hand ging es Richtung Wasserbungalow - begleitet von Hotelmanagerin Kim - durch die üppig bewachsene Insel, dschungelartige Pfade...wunderschön! Bis Kim mich fragte, was ich noch vorhätte. Äh, sollte ich sagen, dass ich nach dem üblen Flug nur noch in der Sonne dösen wollte? Kommt nicht gut, also sagte ich was von "Insel erkunden, zum Tauchkurs anmelden, Essen gehen, Abendprogramm planen...". Kim war zwar begeistert von meinen ambitionierten Plänen, fragte aber, ob ich vorher noch kurz Zeit hätte? Gleich? Sie bräuchten ein junges, hübsches Mädchen für ein Fotoshooting. Oh nein - doch nicht eines dieser schrecklichen, gestellten Shootings im Sonnenuntergang, wo man mit dem Partner mit den Fingern komische Herzen formen soll... Kim schien meine Gedanken zu lesen "Es geht um Bilder im SPA-Bereich...Du bekämst eine Hot - Stone- Massage, eine Fussmassage mit Peeling, ein schönes Bad mit Meerblick und Champagner...natürlich kostenlos". Na DAS klang ja sehr verlockend! Ehe ich mich versah, steckte ich in einem flauschigen Bademantel und steuerte auf eine Massageliege und eine XXL-Badewanne, gefüllt mit Schaum und Blüten und herrlichem Meerblick zu. Der Fotograf, ein quirliger Koreaner, dessen Namen ich leider vergessen habe, war extra aus Korea angereist, um Fotos für einen koreanischen Reiseführer zu machen....wie das Shooting war? Absolut grandios und wunderbaaaar entspannend. Schon nach 30 Minuten hieß es "Great! " Es gab Fuß- und Hotstone-Massagen...Ein Champagner-Bad mit Meerblick... Ein Belegexemplar des Reiseführers aus Korea hat man mir fest versprochen, ich freu mich drauf!

Neuer Tag - neue Überraschung: die Welt ist ein Dorf! Da fliegt frau Tausende Kilometer an den Arsch der Welt (zugegeben, ein sehr hübscher Hintern mit Sonne, Strand und Meer), meldet sich für einen Tauchkurs an - und woher kommt der Tauchlehrer? Aus Roth bei Nürnberg - Wir Franken wissen halt, wo´s schön ist! Weil Tauchen im Rothsee außer Algen und kleinen Fischen nicht so viel bietet, tauschte Markus den Rothsee gegen den Pazifik ein. Allerdings - immer im September zieht es Markus zurück nach Franken, auf die Fürther Kärwa: Gebrannte Mandeln, Zuckerwatte, Bradworschdd und Fischweggla, des hamse im Baradies ned... (ich hoffe, seit dem Franken-Tatort versteht auch Rest-Deutschland Frängisch??).

JA- nur zwei Buchstaben, aber sie haben mir eine unfassbar schöne Nacht beschert...Ich bin nicht immer so spontan. Manchmal mache ich mir über die kleinsten Entscheidungen ewig viele Gedanken, wäge alles ab - und manchmal  lege ich einfach los. So wie heute! Ein Glück, dass ich JA sagte, als Markus, der Tauchlehrer aus Roth fragte "Lust auf einen Nachttauchgang?". ÄH. JA! Dabei hatte ich erst am Vortag meinen Tauchschein gemacht. Da war mein Mund mal wieder schneller als das Hirn. Nach nur 5 Tauchgängen jetzt raus aufs offene Meer? Nachts, wenn die Haie jagen? Schließlich siehst du nachts gar nichts, nur den kleinen Radius vom Licht der Taschenlampe. War ich des Wahnsinns?? Wahrscheinlich - aber ein Rückzieher? Nö! Also raus aus dem Boot, rein ins dunkle Nass! "Die Haie beißen nicht, die wollen nur spielen" - ach, echt? Das hab ich schon bei Hunden nie geglaubt...Tatsächlich waren sie aber sehr schüchtern, nur einmal sah ich 2 Augen im Dunkeln aufblitzen. Besser so. Dafür entdeckte ich einen giftigen Steinfisch, eine Mouräne, die ja sogar Haie frisst (mich wollte sie aber nicht) und Lionfische. Kurzum - es war ein einmaliger Nachttauchgang: Manchmal lohnt es sich, spontan zu sein!

Auf meinen ganz privaten Urlaubsfotos seht ihr die Inseln von oben (ich liebe es, aus der Luft zu fotografieren - die Piloten trugen alle Flipflops!). Und zur Krönung meines Urlaubes gewann ich einen SPA-Gutschein, weil ich das Krabben-Rennen gewonnen habe (falls ihr mir nicht glaubt: siehe Fotobeweis!)